18.03.2016
| Holger Lengfeld

Sind Hochschulen für Studierende ohne Abitur wirklich offen? Radiosendung mit Prof. Lengfeld, 12.3.16

Radiodiskussion
Samstag, 12.3.2016, Deutschlandfunk, 14.05-15.00

Seit Jahren forciert die Politik den Zugang zum Studium für beruflich Qualifizierte: Meister und Ausgebildete mit Berufserfahrung sollen auch ohne Abitur an die Hochschule. Und das wirkt: in dieser Woche hat das Centrum für Hochschulentwicklung Zahlen vorgelegt. Während 2010 noch 25.700 Studierende ohne Abi an Universitäten und Fachhochschulen eingeschrieben waren, waren es 2014 knapp 50.000. Leicht haben sie es allerdings nicht. Das belegt eine Studie der Universität Leipzig: Die Neueinsteiger fallen öfter durch Prüfungen und brechen das Studium häufiger ab als Abiturienten. Viele Studenten müssen einen riesigen Lernrückstand aufholen - ohne Brückenkurse und Coaching kaum möglich. Manche halten allerdings auch deshalb nicht durch, weil sie an der Finanzierung des Studiums scheitern, BAföG bekommen sie nämlich in der Regel nicht.
Campus & Karriere fragt: Ist die Öffnung der Hochschulen gut gedacht, aber schlecht gemacht? Sind die Hochschulen auf die heterogenere Klientel überhaupt eingestellt? Welche Erfahrungen machen Studierende ohne Abitur? Und: Wie sinnvoll ist es überhaupt, die Öffnung der Hochschulen und die Akademisierung angesichts des drohenden Facharbeitermangels weiter zu forcieren?

Gesprächsgäste:

  • Prof. Holger Lengfeld, Soziologe an der Uni Leipzig
  • Prof. Sascha Spoun, Präsident der Uni Lüneburg
  • Prof. Stefan Sell, Arbeitsmarktforscher an der Hochschule Koblenz
  • Dimtri Kuhn, Maschinenbaustudent an der Hochschule Konstanz
  • Dr. Norman Laws, Postdoc an der Uni Lüneburg

Die Radiodiskussion kann über folgenden Link gehört werden:

http://www.deutschlandfunk.de/dlf-audio-archiv.2386.de.html?drau[submit]=1&drau[searchterm]=&drau[from]=12.03.2016&drau[to]=12.03.2016&drau[broadcast_id]=99.