Prof. Dr. Kurt Mühler

Sozialisation, Handeln und soziale Ordnung

Sozialisation und Interaktion

Sozialisation, Handeln und soziale Ordnung

Bereich Sozialisation und Interaktion (Bachelor)
Dozent(en) Prof. Dr. Kurt Mühler
Semester SS 2017
Intervall
Wochentag Dienstag
Uhrzeit 11:15
Raum HSG HS 2
Typ Vorlesung
Stunden 2 SWS
Abschluss
Beginn 04.04.17

Modulnummer: 06-002-124-1

Das Anliegen der Vorlesung besteht in der Vermittlung eines Verständnisses für die basale Bedeutung von Sozialisation für die Erklärung des Bestehens sozialer Ordnung. Sozialisation ist im Kern die Idee, dass gesellschaftliche Prozesse intendiert und unintendiert auf die inneren Handlungsvoraussetzungen des Menschen nachhaltigen Einfluss nehmen, d.h. den Menschen sozial prägen.

Sozialisation weist in den Sozialwissenschaften nicht den besten Ruf auf: Einerseits haben die theoretische Übertreibung des Sozialisationsarguments in Parsons strukturfunktionalistischer Theorie (Autonomieverlust des Individuums) sowie die häufig anzutreffende Assoziation mit Erziehung und andererseits der wachsende Einfluss ökonomischer Handlungstheorien (der Mensch weiß von Natur aus was er will) zu diesem Ruf beigetragen.

Dennoch kommt nahezu keine soziologische Grundlagentheorie ohne Sozialisationsannahmen aus. Die Vorlesung verfolgt das Anliegen sich mit expliziten und impliziten Sozialisationsannahmen in der strukturfunktionalistischen Theorie, verschiedenen Einstellungstheorien, der Figurationssoziologie, behavioristischen Lerntheorien, der Wissenssoziologie und der subjektiven Werterwartungstheorie auseinanderzusetzen und differenzierte Sozialisationselemente zu explizieren.

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