MA

Katharina Müller

Institut für Soziologie

Kontakt

Universität Leipzig
Institut für Soziologie
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig

Raum H4 1.04
Telefon +49 (0)341 / 97-35609
E-Mail katharina.mueller[at]uni-leipzig.de

Sprechzeit: Nur nach Vereinbarung (per Telefon oder Mail).

Arbeitsgebiete

  • Ungleichheitsforschung
  • Sozialstrukturanalyse
  • Einstellungs- und Verhaltensfolgen von Statusverunsicherung
  • prosoziales Verhalten

Persönliches

Studium

  • 2014-2012: M.A. Soziologie, Universität Leipzig
  • 2012-2009: B.A. Soziologie & Erziehungswissenschaften, Universität Potsdam

Akademische Berufstätigkeit

  • seit 02/2015: wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Holger Lengfeld an der Universität Leipzig (Lehrstuhl: Institutionen und Sozialer Wandel)
  • 2015-2013: Mitarbeiterin/Studentische Hilfskraft am Max Planck Institut für evolutionäre Anthropologie (Abteilung: vergleichende und Entwicklungspsychologie)
  • 2014-2013: Studentische Hilfskraft am Max Planck Institut für Kognitions-und Neurowissenschaften (Abteilung: Soziale Neurowissenschaft)
  • 2013-2012: Testleiterin beim DPC (StEG-Studie, Berlin-Studie)

Projekte

Projekt Mittelschichten, institutioneller Wandel und Statusverunsicherung (ProMIS)

Projektleitung: Prof. Dr. Holger Lengfeld

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Stephanie Pravemann, M.A.; Katharina Müller, M.A.

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (413.000 €)

Dauer: 15.02.2015-14.02.2018

ProMIS ist Teil der Projektgruppe OIKON, die mehrheitlich am Centrum für Globalisierung und Governance der Universität Hamburg angesiedelt ist.

Forschungsfragen:

Seit Beginn der 1990er Jahre lassen sich tiefgreifende institutionelle Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, in der sozialen Sicherung und der Lohnpolitik beobachten, wie die Ausweitung flexibilisierter Beschäftigungsverhältnisse, veränderte soziale Absicherung und variable Entgeltformen. Mit diesem Wandel gehen die Zunahme von erwerbsverlaufsbezogenen Risiken, schwächere Aufwärtsmobilität und Einkommensschwankungen einher. Parallel wurden in den 2000er Jahren Anzeichen der Statusverunsicherung in der sozialstrukturellen Mitte der Gesellschaft ersichtlich, die eigene Wohlstandsposition nicht aufrechterhalten zu können. Die Vermutung lautet, dass der beschriebene Wandel zu einer institutionellen Inkomplementarität im deutschen Modell des koordinierten Kapitalismus geführt hat, der insbesondere in den Mittelschichten einen Anstieg an Statusverunsicherung und Abstiegsangst bewirkte.

Im Projekt ProMIS gehen wir folgenden Forschungsfragen nach:

  1. Inwiefern nehmen die Erwerbspersonen diese institutionellen Inkomplementaritäten als solche wahr, und inwieweit mündet diese Wahrnehmung in ein höheres Maß an subjektiver Statusverunsicherung insbesondere bei den Mittelschichten?
  2. Welche Folgen ergeben sich aus diesen Wahrnehmungen für langfristig bindende Entscheidungen in der Lebensführung?
  3. Welche positiven Vorstellungen über eine mögliche Re-Komplementarisierung, d.h. Wiederherstellung der institutionellen Balance, halten die Erwerbspersonen?
  4. Welche Effekte haben variierende Länderkontexte auf den Zusammenhang von Institutionen, Statusverunsicherung und Folgen im Schichtvergleich?

Forschungsmethode:

Auf der Basis einer theoretischen Klärung des Verhältnisses von institutionellem Wandel und (In-)komplementarität entwickeln wir Annahmen über deren Wahrnehmung und Verarbeitung durch die Erwerbspersonen im Schichtvergleich. Anschließend werden zwei stichprobenkontrollierte CAWI-Umfragen unter 3000 Erwerbspersonen in Deutschland durchgeführt.

Erste Publikationen:

  • Lengfeld, H. (2012): Paradoxien des Kapitalismus: Effekte variierender Arbeitsmarktinstitutionen auf Unsicherheitsempfindungen von Beschäftigten, in Soeffner, H.-G. (Hg.): Transnationale Vergesellschaftungen. Verhandlungen des 35. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Wiesbaden, VS-Verlag für Sozialwissenschaften (CD-ROM).
  • Lengfeld, H./Kleiner, T.-M. (2009): Flexible Beschäftigung und soziale Ungleichheit – Eine Synthese des Stands der Forschung. Arbeit, Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik 1: 46-62
  • Lengfeld, H./Hirschle, J. (2009): Die Angst der Mittelschicht vor dem Abstieg. Eine Längsschnittanalyse 1984-2007. Zeitschrift für Soziologie 38, 5: 379-399.

Publikationen

Lehrveranstaltungen