MA

Stephanie Pravemann

Institut für Soziologie

Kontakt

Universität Leipzig
Institut für Soziologie
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig

Raum H4 1.04
Telefon +49 (0)341 / 97-35613
E-Mail stephanie.pravemann[at]uni-leipzig.de

Sprechstunde: Nur nach Vereinbarung (per Telefon oder Mail).

Arbeitsgebiete

  • Methoden empirischer Sozialforschung & Statistik
  • experimentelle Designs (faktorielle Designs)
  • Wohlfahrtsstaaten & soziale Gerechtigkeit
  • soziale Schichtung & Statusverunsicherung

Persönliches

  • seit 2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Holger Lengfeld am Lehrstuhl für Institutionen und sozialer Wandel der Universität Leipzig (Institut für Soziologie)
  • 2014-2015 Wissenschaftliche Hilfskraft bei Prof. Dr. Holger Lengfeld am Lehrstuhl für Institutionen und sozialer Wandel der Universität Leipzig (Institut für Soziologie)
  • 2012-2014 Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für betriebliche Informationssysteme der Universität Leipzig (Institut für Informatik)
  • 2011-2014 Studentische Hilfskraft/Tutorin am Lehrstuhl für Methoden der empirischen Sozialforschung/Statistik der Universität Leipzig (Institut für Soziologie)
  • 2009-2012 Studium Soziologie an der Universität Leipzig, M.A.
  • 2006-2009 Studium Sozialwissenschaften und Philosophie (Kernfach Soziologie) an der Universität Leipzig, B.A.

Projekte

Projekt Mittelschichten, institutioneller Wandel und Statusverunsicherung (ProMIS)

Projektleitung: Prof. Dr. Holger Lengfeld

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Stephanie Pravemann, M.A.; Katharina Müller, M.A.

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (413.000 €)

Dauer: 15.02.2015-14.02.2018

ProMIS ist Teil der Projektgruppe OIKON, die mehrheitlich am Centrum für Globalisierung und Governance der Universität Hamburg angesiedelt ist.

Forschungsfragen:

Seit Beginn der 1990er Jahre lassen sich tiefgreifende institutionelle Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, in der sozialen Sicherung und der Lohnpolitik beobachten, wie die Ausweitung flexibilisierter Beschäftigungsverhältnisse, veränderte soziale Absicherung und variable Entgeltformen. Mit diesem Wandel gehen die Zunahme von erwerbsverlaufsbezogenen Risiken, schwächere Aufwärtsmobilität und Einkommensschwankungen einher. Parallel wurden in den 2000er Jahren Anzeichen der Statusverunsicherung in der sozialstrukturellen Mitte der Gesellschaft ersichtlich, die eigene Wohlstandsposition nicht aufrechterhalten zu können. Die Vermutung lautet, dass der beschriebene Wandel zu einer institutionellen Inkomplementarität im deutschen Modell des koordinierten Kapitalismus geführt hat, der insbesondere in den Mittelschichten einen Anstieg an Statusverunsicherung und Abstiegsangst bewirkte.

Im Projekt ProMIS gehen wir folgenden Forschungsfragen nach:

  1. Inwiefern nehmen die Erwerbspersonen diese institutionellen Inkomplementaritäten als solche wahr, und inwieweit mündet diese Wahrnehmung in ein höheres Maß an subjektiver Statusverunsicherung insbesondere bei den Mittelschichten?
  2. Welche Folgen ergeben sich aus diesen Wahrnehmungen für langfristig bindende Entscheidungen in der Lebensführung?
  3. Welche positiven Vorstellungen über eine mögliche Re-Komplementarisierung, d.h. Wiederherstellung der institutionellen Balance, halten die Erwerbspersonen?
  4. Welche Effekte haben variierende Länderkontexte auf den Zusammenhang von Institutionen, Statusverunsicherung und Folgen im Schichtvergleich?

Forschungsmethode:

Auf der Basis einer theoretischen Klärung des Verhältnisses von institutionellem Wandel und (In-)komplementarität entwickeln wir Annahmen über deren Wahrnehmung und Verarbeitung durch die Erwerbspersonen im Schichtvergleich. Anschließend werden zwei stichprobenkontrollierte CAWI-Umfragen unter 3000 Erwerbspersonen in Deutschland durchgeführt.

Erste Publikationen:

  • Lengfeld, H. (2012): Paradoxien des Kapitalismus: Effekte variierender Arbeitsmarktinstitutionen auf Unsicherheitsempfindungen von Beschäftigten, in Soeffner, H.-G. (Hg.): Transnationale Vergesellschaftungen. Verhandlungen des 35. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Wiesbaden, VS-Verlag für Sozialwissenschaften (CD-ROM).
  • Lengfeld, H./Kleiner, T.-M. (2009): Flexible Beschäftigung und soziale Ungleichheit – Eine Synthese des Stands der Forschung. Arbeit, Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik 1: 46-62
  • Lengfeld, H./Hirschle, J. (2009): Die Angst der Mittelschicht vor dem Abstieg. Eine Längsschnittanalyse 1984-2007. Zeitschrift für Soziologie 38, 5: 379-399.

Publikationen

Pravemann, Stephanie & Stephan Poppe (2015): LEGIDA gezählt. Soziologie 44(2), 153-161.

Klingner, Stephan; Pravemann, Stephanie; Becker, Michael (2015): Service Productivity In Different Industries – An Empirical Investigation. In: Benchmarking: An International Journal.

Klingner, Stephan; Pravemann, Stephanie; Becker, Michael (2014): Produktivität bei Dienstleistungen. Leipzig: LIV (Leipziger Beiträge zur Informatik, 43).

Klingner, Stephan; Pravemann, Stephanie; Becker, Michael; Fähnrich, Klaus-Peter (2014): Managing Service Productivity. In: John Bessant, Claudia Lehmann und Kathrin M. Moeslein (Hg.): Driving Service Productivity. Cham: Springer International Publishing (Management for Professionals), S. 43–58.

Lehrveranstaltungen

Übung Master | 2 SWS | WS16

Multivariate Analyseverfahren - Übung

Soziologie und Methodenlehre
11:15 | wöchentlich
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