Prof. Dr.

Andreas Diekmann

Institut für Soziologie

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Universität Leipzig | Institut für Soziologie
Beethovenstraße 15 (GWZ) | 04107 Leipzig

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E-Mail  diekmann@soz.gess.ethz.ch, andreas.diekmann@uni-leipzig.de

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Universität Leipzig
Institut für Soziologie
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig

Andreas Diekmann

ist Seniorprofessor für Soziologie an der Universität Leipzig und Professor em. für Soziologie der ETH Zürich. Er hat an den Universitäten Hamburg und Wien studiert (Dr. rer. pol. Hamburg 1979), hat in München habilitiert und war vor seinem Wechsel an die ETH Professor in Mannheim und Bern (1991 – 2003). Er  ist u.a. Fellow der European Academy of Sociology und Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Als Gastprofessor hat er an zahlreichen in- und ausländischen Universitäten gelehrt. Seine Forschungsgebiete sind Theorien sozialer Kooperation, experimentelle Spieltheorie, Umweltforschung und die Methodik empirischer Sozialforschung. Aktuelle Forschungen beziehen sich auf die Untersuchung sozialer Normen und sozialer Kooperation sowie Probleme von Umweltbelastung, Umwelthandeln und Klimapolitik.

 

 Ein ausführlicher CV findet sich hier.

Projekte

Energieverbrauch von Haushalten

Der Schweizer Umweltsurvey 2016 ist ein zentraler Teil des Wissenschaftsprojekts "Reducing Energy Consumption and Promoting Green Electricity. The Role of Soft Incentives".

Dieses Forschungsprojekt wird im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms "Steuerung des Energieverbrauchs" (NFP 71) des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) durchgeführt. Weitere Informationen zum Nationalen Forschungsprogramm sind auf www.nfp71.ch zu finden.

Sanfte Anreize und Energieverbrauch

Eines der Ziele der "Energiestrategie 2050" ist die Senkung des Endenergieverbrauchs. Viele Forschungsarbeiten über die Energienachfrage befassen sich mit ökonomischen Instrumenten (Energiepreis, CO2-​Abgabe, Emmissionszertifikate etc.). Hingegen ist wenig über die Wirkung sanfter Anreize bekannt. Hier setzt das Projekt an. Mit einer experimentell angelegten Studie soll die Wirkung von sanften Anreizen untersucht werden.

Ziel des Projekts ist die Untersuchung von energiesparendem Verhalten und der Nutzung von Ökostrom in Privathaushalten in den Bereichen Elektrizität, Mobilität, Heizung, Ernährung und Konsum. Eine Schlüsselfrage dabei ist, inwiefern sich sanfte Anreize wie soziale Normen, symbolische Belohnungen und Veränderungen von Standardoptionen positiv auf das Energiesparverhalten und die Nutzung von Ökostrom auswirken. Dies wird auf zwei Ebenen untersucht: a) auf der Ebene der Schweizer Bevölkerung und b) auf der Ebene der Kunden zweier Stromversorger.

Zu den angewandten Methoden zählen Längsschnittbefragungen, Stated-​Choice-Experimente, umfragenbasierte Interventionsstudien, Feldversuche und natürliche Experimente.


Beitrag zur Umsetzung der "Energiestrategie 2050"

Eines der Ziele der "Energiestrategie 2050" ist die Senkung des Endenergieverbrauchs. Sollten sich die im Rahmen des Projekts getesteten sanften Massnahmen (z.B. deskriptive Norm, symbolische Belohnungen, Veränderung von Standardoptionen) als erfolgreich erweisen, werden sie zu einer Senkung des Energieverbrauchs führen und die Nutzung erneuerbarer Energie fördern. So ermöglicht das Projekt die Identifizierung von Zielgruppen künftiger politischer Massnahmen.
Projektmitglieder

Prof. Dr. Andreas Diekmann (ETH Zürich)
Prof. Dr. Ulf Liebe (University of Warwick)
Dr. Heidi Bruderer Enzler (ETH Zürich)
Jennifer Gewinner (ETH Zürich)
Matthias Näf (Universität Bern)

Publikationen

Bruderer Enzler, H., Diekmann, A., & Liebe, U. (2019). Do environmental concern and future orientation predict metered household electricity use? Journal of Environmental Psychology, 62, 22-29. (Link)


Bruderer Enzler, H., & Diekmann, A. (2019). All talk and no action? An analysis of environmental concern, income and greenhouse gas emissions in Switzerland. Energy Research & Social Science, 51, 12-19. (Link)


Liebe, U., Gewinner, J., & Diekmann, A. (2018). What is missing in research on non-monetary incentives in the household energy sector? Energy Policy, 123, 180-183. (Link)

Umwelt-gerechtigkeit

Das Projekt "Umweltgerechtigkeit – Soziale Verteilungsmuster, Gerechtigkeitseinschätzungen und Akzeptanzschwellen lokaler Umweltbelastungen" befasst mit der sozialen Verteilung von Umweltbelastungen und wie diese durch die Bevölkerung beurteilt wird.

Das Projekt wird gemeinsam von der Universität Bern, der Georg-​August-Universität Göttingen, der Johannes Gutenberg Universität Mainz und der ETH Zürich durchgeführt.

 


Die soziale Verteilung von Umweltbelastungen

Die soziale Verteilung von Umweltbelastungen und wie diese von der Bevölkerung beurteilt wird, sind zentrale Themen der Umweltgerechtigkeitsforschung. Das vorliegende Projekt behandelt diese und andere Aspekte des Themas "Umweltgerechtigkeit". Dazu werden vier Ballungsräume untersucht und miteinander verglichen: Bern, Hannover, Mainz und Zürich.

Dabei werden vier Fragestellungen untersucht:

  1. In welchem Ausmass stuft die städtische Bevölkerung die Bedingungen im eigenen Wohnumfeld als für die persönliche Lebensqualität bedeutsam ein und inwieweit bestehen bei diesen Einstufungen schichtspezifische Differenzen?
  2. Wie ist es um den sozialen Gradienten, d.h. um schichtspezifische Unterschiede von Wohnumfeldbelastungen in Städten im deutschsprachigen Raum tatsächlich bestellt?
  3. In welchem Ausmass wird die Verteilung der Umweltbelastungen im städtischen Kontext von der ortsansässigen Bevölkerung als ungerecht eingeschätzt, und von welchen individuellen und situationalen Faktoren werden diese Gerechtigkeitseinschätzungen beeinflusst?
  4. Unter welchen Bedingungen ist mit Akzeptanz oder aber mit politischem Protest gegen lokale Umweltbelastungen zu rechnen und welche Rolle spielen dabei speziell Gerechtigkeitsargumente und -​einschätzungen?

Die Datenbasis für das Projekt sind schriftlich-​postalische Befragungen von jeweils rund 1000 Personen in den vier Ballungsräumen. Dies wird ergänzt durch eine anschliessende Onlineerhebung, um qualitative Leitfadeninterviews mit Experten sowie um objektive Umweltbelastungsdaten zu Lärm und Luftverschmutzung (Feinstaub, Stickoxide, Ozon). Diese Belastungsdaten werden mit den Surveydaten verbunden und in einem Geographischen Informationssystem (GIS) analysiert.

Projektmitglieder

Das Projekt wird durch die folgenden Partner gemeinsam durchgeführt:

Schweiz

Universität Bern
Lehrstuhl für Nachhaltige Gesellschaftsentwicklung

Prof. Dr. Ulf Liebe warwick.ac.uk/fac/cross_fac/q-step/aboutus/team/ (seit 1.1.2018 an der University of Warwick)
Dr. Heidi Bruderer Enzler

ETH Zürich
Lehrstuhl für Soziologie

Prof. Dr. Andreas Diekmann
Dr. Heidi Bruderer Enzler

Deutschland

Georg-​August-Universität Göttingen
Institut für Soziologie

Prof. Dr. Karin Kurz
Dr. Jörg Hartmannl
Katharina Kilburger, M.A.

Johannes Gutenberg Universität Mainz
Institut für Soziologie

Prof. Dr. Peter Preisendörfer
Lucie Herold, M.A.

Publikationen

Eine vollständige Liste der Publikationen findet sich hier: Publikationen

 

Ein ausführlicher CV findet sich hier: CV

Lehrveranstaltungen

Seminar Bachelor | 0 SWS | WS 2019/2020

Klimawandel, lokale Umweltprobleme, Umweltpolitik. Theorien, Modelle und empirische Analysen sozialwissenschaftlicher Umweltforschung

Seniorprofessur Soziologie
| Blockseminar
Universitätsstr., HSG, HS 16
Seminar Master | 0 SWS | SS 2020

Experimentelle Spieltheorie. Anwendungen auf zentrale Probleme der Soziologie

Seniorprofessur Soziologie
|
Online
Seminar Master | 0 SWS | SS 2021

Soziale Kooperation: Ergebnisse aus Spieltheorie, Experimenten und Feldexperimenten

Seniorprofessur Soziologie
| Teils Wöchentlich/teils Blockseminar
Online