Prof. Dr.

Roger Berger

Institut für Soziologie

Kontakt

Universität Leipzig, Institut für Soziologie
Beethovenstr. 15, 04107 Leipzig

Raum H4 1.05
Telefon +49 (0)341 / 9735-691 / -690
E-Mail berger@sozio.uni-leipzig.de

Sprechzeit Dienstag 9 - 10 Uhr

 

 

Arbeitsgebiete

  • Methoden der empirischen Sozialforschung, insbesondere experimentelle Designs
  • Spieltheoretisch fundierte Kooperationsforschung, soziale Dilemmata
  • Konsum- und Wirtschaftssoziologie, insbesondere Sucht- und Gewohnheitsverhalten

Persönliches

 

Positionen

Seit 2011 Professor am Institut für Soziologie der Universität Leipzig

2009 - 2010 Lehrstuhlvertretungen und Forschungsaufenthalte an den Universitäten Leipzig und Mannheim, sowie an der ETH Zürich

2006 - 2008 Stipendiat des SNF an der Universität Leipzig

2000 - 2009 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent an der LMU München

1998 - 2000 Wissenschaftlicher Mitarbeiter in DFG-Drittmittelprojekt an der Universität Leipzig

1997 - 1998 Wissenschaftlicher Assistent in SNF-Drittmittelprojekt an der Universität Bern

Herausgeberschaft

Member of the Advisory Board of Social Science Research

Ausbildung

2010 Habilitierung an der LMU München mit der Venia "Soziologie"

2003 Promotion zum Dr. rer. pol. an der Universität Leipzig

1997 Abschluss zum lic. rer. soc. an der Universität Bern
Studium der Soziologie, Neueren Allgemeinen Geschichte und Wirtschaftsgeschichte an den Universitäten Basel, Bern und Leipzig

Auszeichnung

3. Preis der Fritz Thyssen Stiftung für sozialwissenschaftliche Aufsätze 2007. Für: Berger Roger und Rupert Hammer. 2007. Die doppelte Kontingenz von Elfmeterschüssen. Eine empirische Analyse. Soziale Welt 58: 397-418.

Projekte

QuanteL -- Zentrum für quantitative empirische Sozialforschung

QuanteL

Die faire Aufteilung von Verlusten

Mitarbeit: Roger Berger, Ivo Windrich, Marcel Günther

Förderung: DFG (BE 2373/4-1), Fördersumme Teilprojekt Leipzig 205'000 €

Kooperationspartner: Professor Dr. Dr. Bodo Vogt, Dr. Thomas Neumann - beide Lehrstuhl Empirische Wirtschaftsforschung, Otto von Guericke Universität Magdeburg.

Verteilungsprobleme gehören zu den Herausforderungen von individuellen und korporativen Akteuren. Aktuell zeigt z.B. die Debatte um die Verteilung von Flüchtlingskontingenten die Relevanz solcher Fragen. Dieses Beispiel zeigt auch, dass in der Realität durchaus nicht nur Gewinne, z.B. Budgetanteile, verteilt werden, sondern, dass nicht selten über die Verteilung von Kosten verhandelt wird. Es stellt sich deshalb die Fragen, wie sich Akteure verhalten, wenn sie sich in einer solchen Verlustsituation befinden und was ihr Verhalten beeinflusst.

Ein Modell dieser sozialen Verhandlungssituation ist das Ultimatumspiel. In der Literatur finden sich zahlreiche Studien, die sich mit dem Verhalten von Akteuren im Ultimatumspiel befassen. Dabei fokussieren die Studien weitestgehend auf Situationen, in denen das aufzuteilende Gut beiden Spieler einen positiven Nutzen stiftet. Situationen mit negativem Nutzen, also Kosten, wurden bisher kaum analysiert.

Dieser Projektantrag befasst sich deshalb mit Situationen, in denen der Verhandlungsgegenstand einen negativen Nutzen stiftet, bzw. stiften würde. Konkret werden, als Ultimatum- und Diktatorspiel modelliert, soziale Verhandlungssituationen untersucht, in denen die Entscheider einen (drohenden) Verlust untereinander aufteilen müssen.

Theoretisch ist das Thema wenig analysiert. Einzig die Prospekttheorie macht explizit, empirisch überprüfbare Aussagen zum Verhalten von Menschen in Verlustsituationen. Diese sagen für soziale Verhandlungsproblemen im Verlustbereich ein signifikant anderes Verhalten als im Gewinnbereich vorher.

Allerdings bezieht sich die Prospekttheorie auf parametrische Entscheidungssituationen, bei denen das Ergebnis nur von einem Akteur abhängt. Die beschriebenen Verhandlungssituationen sind allerdings strategisch. Das Ergebnis hängt immer von beiden beteiligten Akteuren ab. Die theoretische Grundlage des Antrags besteht deshalb darin, die Prospekttheorie mit der gut ausgearbeiteten Spieltheorie zu kombinieren um Prognosen zu Verhandlungssituationen im Verlustbereich zu erhalten.

Im inhaltlichen Fokus der geplanten Untersuchungen steht die Rolle von Fairness. Fairness ist einerseits im Gewinnbereich sehr gut untersucht. Andererseits kann sie bereits in einfachen, einmaligen Verhandlungssituationen wirken. Die Kombination von spieltheoretischen Modellen mit den Annahmen der Prospekttheorie auf Fairnessprobleme führt dazu, dass wesentlich die Wirkung von sozialen Präferenzen und sozialen Normen untersucht wird.

Methodisch konzentrieren wir uns auf Laborexperimente. Dabei ist es entscheidend Verluste als reale Konsequenzen zu induzieren. Gestützt durch empirische Vorarbeiten, sollen die Probanden eine (positive) monetäre Auszahlung (deutlich) vor dem eigentlichen Experiment erhalten. Im eigentlichen Experiment wird diese Auszahlung den Entscheidungen entsprechend dann wieder reduziert.

Opinion Dynamics and Cultural Conflict in European Spaces - ODYCCEUS

Mitarbeit: Roger Berger, Stephan Poppe, Marcel Sarközi

Förderung: European Union, Horizon 2020, FETPROACT-01-2016, Fördersumme Teilprojekt Leipzig 333'000 €

Collaborating Institutions:

MAX PLANCK INSTITUTE FOR MATHEMATICS IN SCIENCE MPI MIS, LEIPZIG

UNIVERSITA CA' FOSCARI, VENEZIA

CHALMERS TEKNISKA HOEGSKOLA AB, GÖTEBORG

UNIVERSITE PIERRE ET MARIE CURIE - PARIS 6, PARIS

UNIVERSITE PARIS DIDEROT - PARIS 7, PARIS

VRIJE UNIVERSITEIT, BRUSSEL

UNIVERSITEIT VAN AMSTERDAM

 

Project:

Social media and the digitization of news and discussion fora are having far-reaching effects on the way individuals and communities communicate, organize, and express themselves. Can the information circulating on these platforms be tapped to better understand and analyze the enormous problems facing our contemporary society? Could this help us to better monitor the growing number of social crises due to cultural differences and diverging world-views? Would this facilitate early detection and perhaps even ways to resolve conflicts before they lead to violence? The Odycceus project answers all these questions affirmatively. It will develop the conceptual foundations, methodologies, and tools to translate this bold vision into reality and demonstrate its power in a large number of cases.

Specifically, the project seeks conceptual breakthroughs in Global Systems Science, including a fine-grained representation of cultural conflicts based on conceptual spaces and sophisticated text analysis, extensions of game theory to handle games with both divergent interests and divergent mindsets, and new models of alignment and polarization dynamics. The project will also develop an open modular platform, called Penelope, that integrates tools for the complete pipeline, from data scraped from social media and digital sources, to visualization of the analyses and models developed by the project. The platform features an infrastructure allowing developers to provide new plug-ins for additional steps in the pipeline, share them with others, and jointly develop the platform as an open source community. Finally, the project will build two innovative participatory tools, the Opinion Observatory and the Opinion Facilitator, which allow citizens to monitor, visualize and influence the dynamics of conflict situations that involve heterogeneous cultural biases and non-transparent entanglements of multilateral interests.

 



AbsolventInnen und Exmatrikuliertenforschung

Mitarbeit: MA Christin Engel

Geschlechts(un)typische Berufsapirationen beim Übergang in Ausbildung

Mitarbeit: Dipl. Soz. Julia Zimmermann

Signaling Theorie und Umweltverhalten

Mitarbeit: MA Franziska Wittgrebe

 

 

 

 

Abgeschlossene Projekte

Sozioökonomische Determinanten der Biodiversität am Fluss Bafing in Guinea

Zeitdauer: 2013-2015

Mitarbeit: Dipl.Soz. Lukas Bösch

Förderung durch: Deutscher Akademischer Auslandsdienst (DAAD), Wild Chimpan­zee Foundation (WCF), Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie (MPI EVA), Black Bridge

Publikationen:

 

Die externe Validität des soziologischen Laborexperiments

Zeitdauer: Oktober 2015 - September 2018

Mitarbeit Leipzig: Roger Berger, Bastian Baumeister / München: Marc Keuschnigg, Felix Bader, Fabian

Förderung durch: Deutsche Forschungsgemeinschaft (BE 2372/3-1)

Publikationen:

  • Felix Bader, Bastian Baumeister, Berger Roger, Marc Keuschnigg. 2019: On the Transportability of Laboratory Results. Sociological Methods and Research. Im Druck

Publikationen

Unveröffentlichte Beiträge / Arbeitspapiere

Begutachtete Beiträge in Zeitschriften

Begutachtete Beiträge in Sammelbänden

Beiträge in Handbüchern und Lehrbüchern

Monographien

  • Experimente und Quasi-Experimente in der Soziologie. 2010. Habilitationsschrift
  • Gewohnheit, Sucht und Tradition. (Dissertationsschrift). 2003. Leipziger Soziologische Studien Bd. 3, Hrsg.: R. Metze, K. Mühler, K.-D. Opp. Leipzig: Universitätsverlag.

    • Rezension: Zdun Steffen, Soziologische Revue 2005 (28): 183f.

Herausgegebene Bücher

  • mit Norman Braun, Bruno Nydegger Lory und Claudia Zahner. 2001.
    Illegale Märkte für Heroin und Kokain. Bern: Haupt.

    • Rezension: Eifler Stefanie, KZfSS 2005 (57): 363-365.
    • Rezension: Tretter Felix, Suchtmedizin in Forschung und Praxis 2003 (5): 40.

Beiträge in Büchern und Sammelbänden

  • mit Norman Braun und Claudia Zahner. Drogengeschäfte und Netzwerkeinbindung. S. 73-99 in: Norman Braun, Bruno Nydegger Lory, Roger Berger und Claudia Zahner (Hrsg.). 2001. Illegale Märkte für Heroin und Kokain. Bern: Haupt.
  • mit Norman Braun und Claudia Zahner. 2001. Nachfragemenge und Drogenpreis. S. 101-125 in: Norman Braun, Bruno Nydegger Lory, Roger Berger und Claudia Zahner (Hrsg.). 2001. Illegale Märkte für Heroin und Kokain. Bern: Haupt.
  • mit Norman Braun und Claudia Zahner. 2001. Sozioökonomische Nachfrageeinflüsse. S. 127-147 in: Norman Braun, Bruno Nydegger Lory, Roger Berger und Claudia Zahner (Hrsg.). 2001. Illegale Märkte für Heroin und Kokain. Bern: Haupt.
  • mit Norman Braun. 2001. Drogenmarkt und Verbotsdurchsetzung. S. 149-170 in: Norman Braun, Bruno Nydegger Lory, Roger Berger und Claudia Zahner (Hrsg.). 2001. Illegale Märkte für Heroin und Kokain. Bern: Haupt.
  • Illegale Märkte für Heroin und Kokain. Modell und empirische Evidenz. In: Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.) Keine Macht den Drogen. Wirtschaftliche und soziale Folgen der Drogenpolitik. 2001. Halle (Saale).

Rezensionen

Lehrveranstaltungen

Seminar Bachelor | 2 SWS | SS 2019

Empirisches Forschungsseminar 1

Soziologie und Methodenlehre
13:15 | wöchentlich
NSG 326
Seminar Bachelor | 2 SWS | WS 2019/2020

Empirisches Forschungsseminar 2, Kurs A

Soziologie und Methodenlehre
09:15 | wöchentlich
PC-Pool GWZ 3 0.15
Seminar Bachelor | 2 SWS | WS 2019/2020

Empirisches Forschungsseminar 2, Kurs C

Soziologie und Methodenlehre
11:15 | wöchentlich
PC-Pool GWZ 3 0.15
Vorlesung Bachelor | 2 SWS | WS 2019/2020

Methoden der empirischen Sozialforschung

Soziologie und Methodenlehre
13:15 | wöchentlich
Hörsaal 2
Vorlesung Master | 2 SWS | WS 2019/2020

Multivariate Analyseverfahren

Soziologie und Methodenlehre
11:15 | wöchentlich
NSG S 326