MA

Clara Dilger

Institut für Soziologie

Contact

Universität Leipzig
Institut für Soziologie
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig

Raum H3 1.12
Telefon +49 (0)341 / 97-35609
E-Mail clara.dilger@uni-leipzig.de

Sprechstunde nach Absprache per Mail.

Fields of Research

  • Politische Soziologie / Rechtspopulismus
  • Einstellungsforschung
  • Europäisierung / Europäische Integration

Curriculum Vitae

Akademische Berufstätigkeit

  • Seit 01/2020: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "Mittelschichten, institutioneller Wandel und Statusverunsicherung (ProMIS)" am Institut für Soziologie, Lehrstuhl "Institutionen und sozialer Wandel", Universität Leipzig
  • 01-12/2019: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Wie ausgeprägt ist die Solidarität zwischen den Bürgern und den Mitgliedsländern Europas?“ am Institut für Soziologie, Freie Universität Berlin.
  • 2014 bis 2018: Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Soziologie, insb. Institutionen und sozialer Wandel, Universität Leipzig.

Studium

  • 2016 bis 2018: Master Soziologie, Universität Leipzig.
  • 07-12/2018: Studienaufenthalt am Department of Sociology & Social Anthropology der Stellenbosch University, Südafrika.
  • 2013 bis 2016: Bachelor Soziologie, Universität Leipzig.

Projects

Projekt Mittelschichten, institutioneller Wandel und Statusverunsicherung (ProMIS)


Projektleitung: Prof. Dr. Holger Lengfeld

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Stephanie Pravemann, M.A.; Katharina Müller, M.A.; Clara Dilger, M.A.

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (413.000 €)

Dauer: 15.02.2015-14.08.2019

ProMIS ist Teil der Projektgruppe OIKON, die mehrheitlich am Centrum für Globalisierung und Governance der Universität Hamburg angesiedelt ist.

Forschungsfragen:

Seit Beginn der 1990er Jahre lassen sich tiefgreifende institutionelle Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, in der sozialen Sicherung und der Lohnpolitik beobachten, wie die Ausweitung flexibilisierter Beschäftigungsverhältnisse, veränderte soziale Absicherung und variable Entgeltformen. Mit diesem Wandel gehen die Zunahme von erwerbsverlaufsbezogenen Risiken, schwächere Aufwärtsmobilität und Einkommensschwankungen einher. Parallel wurden in den 2000er Jahren Anzeichen der Statusverunsicherung in der sozialstrukturellen Mitte der Gesellschaft ersichtlich, die eigene Wohlstandsposition nicht aufrechterhalten zu können. Die Vermutung lautet, dass der beschriebene Wandel zu einer institutionellen Inkomplementarität im deutschen Modell des koordinierten Kapitalismus geführt hat, der insbesondere in den Mittelschichten einen Anstieg an Statusverunsicherung und Abstiegsangst bewirkte.

Im Projekt ProMIS gehen wir folgenden Forschungsfragen nach:

  1. Inwiefern nehmen die Erwerbspersonen diese institutionellen Inkomplementaritäten als solche wahr, und inwieweit mündet diese Wahrnehmung in ein höheres Maß an subjektiver Statusverunsicherung insbesondere bei den Mittelschichten?
  2. Welche Folgen ergeben sich aus diesen Wahrnehmungen für langfristig bindende Entscheidungen in der Lebensführung?
  3. Welche positiven Vorstellungen über eine mögliche Re-Komplementarisierung, d.h. Wiederherstellung der institutionellen Balance, halten die Erwerbspersonen?
  4. Welche Effekte haben variierende Länderkontexte auf den Zusammenhang von Institutionen, Statusverunsicherung und Folgen im Schichtvergleich?

Forschungsmethode:

Auf der Basis einer theoretischen Klärung des Verhältnisses von institutionellem Wandel und (In-)komplementarität entwickeln wir Annahmen über deren Wahrnehmung und Verarbeitung durch die Erwerbspersonen im Schichtvergleich. Anschließend werden zwei stichprobenkontrollierte CAWI-Umfragen unter 3000 Erwerbspersonen in Deutschland durchgeführt.

Erste Publikationen:

  • Lengfeld, H. (2012): Paradoxien des Kapitalismus: Effekte variierender Arbeitsmarktinstitutionen auf Unsicherheitsempfindungen von Beschäftigten, in Soeffner, H.-G. (Hg.): Transnationale Vergesellschaftungen. Verhandlungen des 35. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Wiesbaden, VS-Verlag für Sozialwissenschaften (CD-ROM).
  • Lengfeld, H./Kleiner, T.-M. (2009): Flexible Beschäftigung und soziale Ungleichheit – Eine Synthese des Stands der Forschung. Arbeit, Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik 1: 46-62
  • Lengfeld, H./Hirschle, J. (2009): Die Angst der Mittelschicht vor dem Abstieg. Eine Längsschnittanalyse 1984-2007. Zeitschrift für Soziologie 38, 5: 379-399.

Publications

  • Gerhards, J. & C. Dilger, 2020: European Citizens’ Attitudes on the Return of Refugees to Their Home Country: Results from a Survey in 13 EU Member States. Politische Vierteljahresschrift (im Erscheinen).
  • Lengfeld, H. & C. Dilger, 2018: Kulturelle und ökonomische Bedrohung. Eine Analyse der Ursachen der Parteiidentifikation mit der „Alternative für Deutschland“ mit dem Sozio-oekonomischen Panel 2016. Zeitschrift für Soziologie 47(3): 181-199.

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