Prof. Dr.

Kurt Mühler

Institut für Soziologie

Contact

Universität Leipzig, Institut für Soziologie
Beethovenstraße 15, 04107 Leipzig

Raum H3 1.03
Telefon +49 (0)341 / 97-35 644 / 660
E-Mail muehler@sozio.uni-leipzig.de

Sprechzeit Dienstags, 15.30 - 16.30 Uhr (bitte in Liste eintragen) und nach Vereinbarung

 

Fields of Research

  • Handlungstheorien, Sozialisationstheorien, Theorien abweichenden Verhaltens
  • Einstellungen zu Bestrafung, sozialer Kontrolle und Exklusion
  • Strukturmerkmale von Populationen chronisch mehrfachgeschädigter Abhängigkeitskranker
  • Geschlechternormen
  • Regionale und nationale Identifikation

Curriculum Vitae

Postanschrift

Universität Leipzig
Institut für Soziologie
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig

1973-1977 Soziologiestudium in Leipzig

1981 Promotion im Fach Soziologie (Methoden zur Prognose sozialer Veränderungen)

1987 Habilitation im Fach Soziologie (Wandel von Lebenswerten im Erwachsenenalter)

seit 1992 Professor am Institut für Soziologie in Leipzig

Projects

1983 – 1985 Mitarbeit am Projekt „Subjektive Sozialindikatoren“ (Leitung Herbert F. Wolf) 

In Zusammenarbeit mit der Abteilung Soziologie der Akademie der Wissenschaften der DDR wurde ein System von Sozialindikatoren erarbeitet, das neben objektiven Sozialindikatoren auch subjektive beinhaltete. Gegenstand der Leipziger Forschungsgruppe war die Konstruktion von Indikatoren 1. zur subjektiven Wahrnehmung sozialer Sachverhalte, 2. zu deren Bewertung, 3. zur Wirkung dieser Bewertung auf die Wahrnehmung der eigenen Lebenssituation (Zufriedenheitsmessungen) und 4. zu antizipierenden Bewußtseinsformen (Lebenspläne, sozialer Optimismus-Pessimismus).

1989 – 1991 Meinungstrends in der Leipziger Montagsdemonstration (zusammen mit Steffen H. Wilsdorf) 

Von November 1989 bis Februar 1990 wurden fünf postalische Befragungen in der Leipziger Montagsdemonstration durchgeführt. Zusammen mit Studenten wurde unter den Demonstranten ein zweiseitiger Fragebogen verteilt und um Rücksendung gebeten. Die Untersuchung war demoskopisch angelegt, um Trends in den politischen Meinungen der Demonstranten zu ermitteln. Es entstand eine zeitdokumentierende empirische Deskription von Umbrüchen in den Meinungen der Demonstranten z.B. zur staatlichen Eigenständigkeit der DDR, zur Währungsunion, Parteipräferenzen sowie der Veränderung der sozialen Zusammensetzung der Demonstration. 

1992 – 1993 Lehrforschungsprojekt „Wissen über das neue Recht“ (zusammen mit Steffen H. Wilsdorf)

Gegenstand des Projekts war die Frage, ob sich die Bürger in den Neuen Bundesländern vorausschauend Wissen über Rechte im Umgang mit den neuen Institutionen verschaffen oder erst im Falle negativer Betroffenheit sich um solches Wissen bemühen. Es wurden individuelle Quellen für die Beschaffung von Informationen sowie eine Selbsteinschätzung des Wissens über Rechte in Bezug auf das Arbeitsrecht und das Steuerrecht erhoben. Die Ergebnisse sprechen dafür, daß keine Wissensbevorratung stattfindet, sondern nach Informationen in erster Linie im Zusammenhang mit entsprechenden Alltagsproblemen gesucht wird. 

Mühler/Wilsdorf: Über den Umgang mit den neuen Körperschaften im ostdeutschen Alltag. Eine Pilotstudie zur Beschaffung von Wissen über Rechte durch natürliche Akteure. In: Mensch Gesellschaft. Lebenschancen und Lebensrisiken in der neuen Bundesrepublik. Hrsg.: H. v. Alemann, Opladen 1995

1992 – 1996 DFG-Projekt „Funktions- und Strukturwandel von persönlichen Netzwerken in Ostdeutschland“ (zusammen mit R. Wippler (Universität Utrecht), Mitarbeiter: Beate Völker (Universität Utrecht) und Per Kropp) 

Die generelle Forschungsfrage richtete sich darauf, ob der institutionelle Wandel in Ostdeutschland auch einen Wandel der persönlichen Beziehungen nach sich zieht. In drei empirischen Erhebungen (inklusive Retrospektivinterwies) in den Städten Leipzig und Dresden konnte nachgewiesen werden, daß sich sowohl in den starken als auch in den schwachen Bindungen Veränderungen vollzogen hatten. Die Veränderung der schwachen Bindungen basiert u.a. auf der Neubewertung der Bedeutsamkeit von zahlreichen Berufen für die Lösung von Alltags-(versorgungs-)problemen. Veränderungen in den starken Bindungen konnten mit dem Wandel der politischen Situation erklärt werden. In einer Teiluntersuchung wurde der Wandel des Berufsprestiges untersucht. Es ließ sich empirisch beobachten, daß sich bis Mitte der 90er Jahre die Prestigezuweisungen in unserer Stichprobe den in westlichen Ländern üblichen Prestigezuweisungen angenähert hatte (Pearsonkorrelation der Werte der Stichprobe mit den MPS-Werten von Wegener .918**). 

Dissertationen:

  • Völker, B. (1995): Should Auld Acquaintance Be Forgot ...? Institutions of Communism, the Transition to Capitalism and Personal Networks; The Case of East Germany.Amsterdam, Thesis Publishers 
  • Kropp, P.(1998): Berufserfolg im Transformationsprozeß. Eine theoretisch-empirische Studie über die Gewinner und Verlierer der Wende in Ostdeutschland. Amsterdam, Thela Thesis 
  • 1999 – 2002 DFG Projekt „Ursachen für die Identifikation von Bürgern mit ihrer Region und Wirkungen auf ihr individuelles Handeln“ (zusammen mit Karl-Dieter Opp; Mitarbeiter: Jan Skrobanek und Christian Werner) 

Projekt im Sonderforschungsbereich 417 „Regionale Identifikationsprozesse“

Geprüft wurden Hypothesen zur Entstehung und Wirkung regionaler und überregionaler Identifikation zunächst mittels einer Querschnittanalyse einer sächsischen Stichprobe (Erhebungsgebiete Leipzig und der Mittlere Erzgebirgskreis). Die Hypothesen zur Entstehung und Intensität regionaler Identifikation beziehen sich auf Primärsozialisation, Einschätzung der Lebensqualität und Wahrnehmung von Diskriminierung der regionalen Eigengruppe. Die Hypothesen zur Wirkung haben die Erklärung der Teilnahme an politischem Protest, Mobilitätsabsicht und auf Einstellungen gegenüber Ausländern zum Gegenstand. 

Dissertation:

  • Skrobanek, J. (2004): Regionale Identifikation, negative Stereotypisierung und Eigengruppenbevorzugung. Das Beispiel Sachsen. Wiesbaden

1999 – 2000 DFG Projekt „Berufliche Karrieren und Veränderungen persönlicher Netzwerke 10 Jahre nach der Wende (zusammen mit Per Kropp)

Es wurde versucht, Teilnehmer an den Befragungen zur Veränderung persönlicher Netzwerke aus der Untersuchung Anfang der 90er Jahre noch einmal für eine Befragung zu gewinnen. Dabei ging es darum, zu klären, wie weit der Prozeß sozialer Eingewöhnung vorangeschritten ist, indem sich der Umgang mit den neuen Bedingungen des Arbeitsmarktes etabliert hat und sich neue Freundeskreise und Freizeitgewohnheiten gebildet haben. Aufgrund der geringen Auffindbarkeit der Befragten 10 Jahre nach der ersten Befragung entstand ein deskriptives Material. 

(siehe Arbeitsbericht des Instituts Nr. 23)

2000 – 2001 SMWK Projekt „Zur sozialen Lage der freiberuflichen Künstlerinnen und Künstler im Freistaat Sachsen“ (zusammen mit Steffen H. Wilsdorf)

Befragt wurden 1787 freiberufliche Künstlerinnen und Künstler der Sparten Musik, Wort, darstellende und bildende Kunst. Erhoben wurden die Beurteilung der wirtschaftlichen Situation, die Marktchancen, Wohn- und Arbeitssituation sowie eine Beurteilung der Faktoren, die den wirtschaftlichen Erfolg von KünstlerInnen in den vier Sparten beeinflussen. Die Ergebnisse ermöglichen eine Beurteilung der spartenspezifischen Situation in Bezug auf die vorgenannten Bedingungen. 

(Forschungsbericht siehe unter Publikationen)

2003 – 2005 DFG „Ursachen für die Identifikation von Bürgern mit ihrer Region und Wirkungen auf ihr individuelles Handeln“ (zusammen mit Karl-Dieter Opp, Mitarbeiter Michael Mäs und Ralph Richter)

Die Hypothesen zu Ursachen der Entstehung regionaler und überregionaler Identifikation sowie zu Wirkungen auf das soziale Verhalten (siehe DFG Projekt 1999 – 2002) wurden mit den Daten eines dreiwelligen Panels geprüft. Gegenstand des Projekts war es darüber hinaus, methodisch verwertbare Ergebnisse zur Bestimmung von Panelabständen zu erhalten. 

Manuskript in Fertigstellung: Mühler/Opp unter Mitarbeit von Michael Mäs und Ralph Richter: Region – Nation – Europa. Die Dynamik regionaler und überregionaler Identifikation.

2000 - 2008 unterstützt durch das Sächsische Ministerium für Familie, Jugend und Gesundheit sowie die Sächsische Landesstelle gegen die Suchtgefahren „Zur Veränderung und sozialen Struktur der Population Chronisch mehrfachgeschädigter Abhängigkeitskranker (CMA) im Freistaat Sachsen“ (zusammen mit H.-J. Leonhardt)

Im Rahmen des Projekts wurde ein Index zur Einstufung von Abhängigkeitskranken (Alkohol und Medikamente) an Hand der Folgeerkrankungen und sozialen Desintegration erarbeitet. Mit dessen Hilfe wurden bisher in drei Wellen Daten erhoben, aufgrund derer zuverlässige Aussagen über soziale Merkmale von CMA getroffen sowie erste empirische Anhaltspunkte über die quantitative Dynamik der Abhängigenpopulation im Rahmen eines Bundeslandes gefunden werden konnten.

Leonhardt/Mühler: Chronisch mehrfachgeschädigte Abhängigkeitskranke. Freiburg i.Br. 2006.

2008 - 2010 Soziale Netzwerke und Rückfallprävention bei CMA (zusammen mit H.-J. Leonhardt und unter Mitarbeit von Sarah Jahn und Christian Schmidtke)

Infolge der umfangreichen psychischen und physischen Schädigungen durch die Alkoholabhängigkeit sowie des hohen Grades an sozialer Desintegration muss Rückfallprävention für CMA in spezifischer Weise für diese Gruppe gestaltet werden. Dazu werden Untersuchungen zu personenbezogenen Veränderungen durch Therapie (Kontrollüberzeugungen, Zeitbewußtsein) durchgeführt. In einer weiteren Teilstudie wird die soziale Integration einer Außenwohngruppe von CMA in das Leben einer Gemeinde fallstudienhaft untersucht. Die Ergebnisse sollen Aufschlüsse über nachhaltige Therapieeffekte im Sinne einer Rückfallsicherung sowie über die Wirkung stabiler sozialer Anreize auf Abstinenz erbringen. 

 

2011 - 2014 Soziotherapie von CMA und die Möglichkeit der Rückgewinnung kognitiver und emotionaler Kompetenzen (zusammen mit Dr. Hans-Jürgen Leonhardt)


Der Abhängigkeitsstatus Chronisch Mehrfachgeschädigter Abhängigkeitskranker (CMA) gründet sich auf einen besonderen Schweregrad psychischer und physischer Schädigungen durch eine oftmals jahrzehntelange Alkoholabhängigkeit sowie nahezu völlige soziale Desintegration. CMA bedürfen deshalb besonderer Therapieformen. Daraus ergibt sich im Allgemeinen die Frage: Was kann mit Langzeittherapie überhaupt erreicht werden? Und im Besonderen: Wie selbstständig können CMA nach Entlassung aus der Therapie leben?

Die Ergebnisse geben Aufschlüsse über Therapieeffekte unter Langzeitbedingungen sowie über die Notwendigkeit stabiler sozialer Anreize für die Abstinenz. Es wird deutlich, dass sich auch infolge Langzeittherapie nicht zwingend grundlegend verbessernde Wirkungen auf die Selbstständigkeit von CMA einstellen. Mitentscheidend sind soziale Merkmale, Ausgangsressourcen und Abhängigkeitsdauer. Darüber hinaus ist eine Rückfallsicherung nach der Langzeittherapie ohne ein abstinentes Kernnetzwerk bei CMA kaum möglich.

Schwerpunkte:

Bedingungen für die Rückgewinnung kognitiver Kompetenzen (Zeitwahrnehmung, Zeitbewusstsein)
Abhängigkeitsmerkmale und Grad der Fähigkeit zum Erkennen von Emotionen
Außenwohngruppen als typische Lebensform von CMA nach Therapieentlassung

 

Aktuelle Forschungsprojekte:

Ursachen von Kriminalitätseinstellungen und ihre Wirkungen auf das Sozialverhalten (Mitarbeit Dipl-Soz. Christian Schmidtke, Dipl.-Soz. Hendrik Wötzel)

Bei Kriminalitätseinstellungen, wie z.B. dem Sicherheitsempfinden handelt sich nicht lediglich um eine subjektive Einschätzung von Befindlichkeit, sondern Daten zum Sicherheitsempfinden werden zunehmend zu einem „harten“ Standortfaktor im Wettbewerb moderner Städte. Unterschiedliche soziale Institutionen wie politische Parteien, Polizei, Stadträte, Medien orientieren ihre Programmatiken, Zielstellungen und Entscheidungen auch an der öffentlichen Meinung über Kriminalität. So entsteht ein Diskurs, der zunehmend eine Sicherheitsdebatte mit erheblichen Wirkungen auf das öffentliche Leben enthält.

Schwerpunkte:

  • Konstituierung von Alltagstheorien zu Kriminalität und Sicherheit
  • Bedingungen für die Teilnahme an informeller Sozialkontrolle
  • soziale Merkmale und Kriminalitätseinstellungen
  • Kriminalitätseinstellungen und Geschlecht

 

Ursachen für raumbezogene Gruppenidentifikationen und Wirkungen auf das Sozialverhalten 

Raumbezogene Gruppenidentifikationen sind Bestandteil sozialer Identität. Sie können ebenso wie das Geschlecht, die Religionszugehörigkeit oder Schichtzugehörigkeit der sozialen Selbstbestimmung eines Menschen dienen. Bedingungen, die dazu führen, dass Gruppenzugehörigkeiten an der Identitätskonstruktion beteiligt sind, stellen ein grundlegendes sozialwissenschaftliches Forschungsinteresse dar. Nicht selten wird die gruppenbezogene Identifikation mit der Zwangsläufigkeit einer Abwertung von Fremdgruppen gleichgesetzt. Gegenstände aktueller Diskussion sind insbesondere die Identifikation mit der Nation und dem Geschlecht. Die genannte Sichtweise ignoriert, dass zugeschriebene, erworbene wie gewünschte Zugehörigkeiten, zu realen wie statistischen Gruppen, immer mit einer Bestimmung des Verhältnisses zu ihnen, d.h. mit einem bestimmten Grad an Identifikation mit diesen Gruppen einhergehen. Eine Distanzierung zu Eigengruppen ist demgegenüber einem bestehenden Konflikt geschuldet, der nach einer Lösung drängt.

Solange Menschen Gruppen angehören, werden sie auch das Verhältnis zu ihnen bestimmen. Das kann zur Förderung ihrer Loyalität und ihres Engagements für diese Gruppen führen wie auch zur Abwertung von Fremdgruppen. Beides geschieht nicht von selbst, sondern wird durch das Auftreten von moderierenden Bedingungen vermittelt. Dieses Projekt dient dem herausfinden solcher Moderatoren. 

Schwerpunkte:

  • Auswirkungen räumlicher Mobilität auf raumbezogene Gruppenidentifikation
  • lokale Identifikation und Sozialverhalten
  • raumbezogene Gruppenidentifikation und Fremdgruppenstereotype

Geschlecht und Sozialverhalten

Die empirisch nachweisbaren Differenzen im Sozialverhalten der Geschlechter, wie z.B. in der Aufteilung von Haushaltstätigkeiten, Kindererziehung, Berufskarriere aber auch Sucht und Kriminalität sind eine Herausforderung für sozialwissenschaftliche Erklärungen. 

Geschlechternormen existieren seit es Gesellschaft gibt. Seit Jahrtausenden stützt sich die Entstehung von sozialen Normen zur Durchsetzung von allgemeinen Ordnungs- (Sexualnormen) und sozialen Gruppeninteressen (Normen zur geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung) auf Vorstellungen über vermeintliche natürliche Differenzen zwischen den Geschlechtern. Diese Vorstellungen sind maßgeblich an der empirischen Offensichtlichkeit des unterschiedlichen Anteils an den biologischen Grundlagen der Fortpflanzung orientiert. Daraus legitimierte und legitimiert (sowie legalisiert) sich die Ableitung der Aufgabenverteilung in der Fortpflanzung überhaupt (Aufzucht, Erziehung) und ergibt sich die geschlechtsspezifische Zuschreibung sozialer Handlungskompetenzen. Das Projekt ist an der Frage orientiert: In welchem Umfang führt das Sinken des Geltungsgrades geschlechtsspezifischer Normen zu einer Angleichung des Sozialverhaltens zwischen Frauen und Männern?

Schwerpunkte:

  • Geschlechternormen und die Aufteilung von Haushaltstätigkeiten
  • öffentliche Präferenzen und Geschlecht
  • Geschlecht und Identität / Bedingungen der Identifikation mit dem Geschlecht
  • Geschlecht und Kriminalität

 

 

Publications

Abschnitte Dokumentenanalyse, Prognosemethoden
In: Handbuch der soziologischen Forschung. Methodologie - Methoden - Techniken. (Hrsg.: H. Berger u. H.F. Wolf), Berlin 1989

Meinungstrends in der Leipziger Montagsdemonstration - Nachbetrachtungen zu einer basisdemokratischen Institution. (mit St. Wilsdorf)
In: Leipzig im Oktober. Hrsg.: W.-J.Grabner, Chr. Heinze u. D. Pollack. Leipzig 1990

Die Leipziger Montagsdemonstration - Aufstieg und Wandel einer basisdemokratischen Institution des friedlichen Umbruchs im Spiegel empirischer Meinungsforschung. In: Berliner Journal für Soziologie. Berlin 1 (1991), Sonderheft 1 (mit St. H. Wilsdorf) 

Die Vorgeschichte der Wende in der DDR. Versuch einer Erklärung. 
In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Köln, Opladen 45 (1993) 4. (mit R. Wippler) 

Probleme der Unterversorgung chronisch mehrfachgeschädigter Abhängigkeitskranker. 
In: SuchtReport. (mit H.-J. Leonhardt) Berlin 1996, H. 5 

Der Wandel des Berufsprestiges in Ostdeutschland als Folge institutioneller Veränderungen. 
In: H. Ganzeboom u. S. Lindenberg (Hrsg.): Verklarende sociologie. Amsterdam 1996 

Aspekte der Konzeption einer interdisziplinären Untersuchung regionenbezogener Identifikationsprozesse.
In: Region und Identifikation. Bd. 1 H.-W. Wollersheim, S. Tzschaschel u. M. Middell (Hg.). Leipzig 1998

Der Einfluß subjektiver Urteile auf die Konstituierung und Stabilisierung von Berufsprestiges unter den Bedingungen des Wechsels institutioneller Kontexte. 
In: Der Transformationsprozeß. Leipziger Soziologische Studien 1. 
R. Metze, K. Mühler u. K.-D. Opp (Hg.), Leipzig 1998 

Zur Problematik der Definition und der Behandlung chronisch mehrfachgeschädigter Abhängigkeitskranker (Alkohol und Medikamente. 
In: SuchtReport. Berlin 1998, H.3 (zusammen mit H.-J. Leonhardt) 

Strafverlangen - Bedingungen für die Variation von Erwartungen an die Strafpraxis des Staats. In: R. Metze, K. Mühler u. K.-D.Opp (Hg.): Normen und Institutionen: Entstehung und Wirkungen. Leipzig 2000

Berufserfolg in Ostdeutschland. In: H. Esser (Hg.): Der Wandel nach der Wende. Wiesbaden 2000, S. 183-214 Per Kropp, Kurt Mühler, Reinhard Wippler

Der Grad an Folgeschädigungen chronifizierten Trinkens und medizinische Rehabilitation. In: Wer kann (noch) rehabilitiert werden? Landesversicherungsanstalt Sachsen. Leipzig 2003 (mit H.-J. Leonhardt) 

Region und Nation. Zu den Ursachen und Wirkungen regionaler und überregionaler Identifikation. VS Verlag für Sozialwissenschaften. Wiesbaden 2004
Kurt Mühler u. Karl-Dieter Opp. Unter Mitarbeit von Jan Skrobanek und Christian Werner 

Wann ist man deutsch? Empirische Ergebnisse eines faktoriellen Surveys. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 57, S. 112-134    Michael Mäs, Kurt Mühler, Karl-Dieter Opp

Sozialisation, Konfliktwahrnehmung und regionale Identifikation. In: W. Fach u. W. Luutz (Hrsg.): Leipzig: 2005, S. 193 - 206

Chronisch mehrfachgeschädigte Abhängigkeitskranke. Lambertus. Freiburg i. Breisgau 2006. Hans-Jürgen Leonhardt u. Kurt Mühler                                                                                       

Region - Nation - Europa. Die Dynamik regionaler und überregionaler Identifikation. VS Verlag für Sozialwissenschaften. Wiesbaden 2006. Kurt Mühler u. Karl-Dieter Opp unter Mitarbeit von Michael Mäs und Ralph Richter 

Hans-Jürgen Leonhardt u. Kurt Mühler: Struktur und Veränderung einer CMA-Population. In: Wirksame Therapie. Schriftenreihe des Fachverbandes Sucht e.V. Geesthacht 2007, S. 227-233.

Zur Abhängigkeit des individuellen Verlangens nach sozialer Kontrolle von der Intensität der Kriminalitätsfurcht. In: A. Diekmann, K. Eichner. P. Schmidt u. Th. Voss (Hrsg.): Rational Choice: Theoretische Analysen und empirische Resultate. Festschrift für Karl-Dieter Opp zum 70. Geburtstag. Wiesbaden 2008, S. 223-244.

Sozialisation. Eine soziologische Einführung. Paderborn 2008.

Männer und Hausarbeit - Wider die Natur? Eine kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Tendenzen im Diskurs über die Geschlechter. In: I. Nagelschmidt u. K. Wojke (Hg): Typisch männlich? Frankfurt a.M. 2009.

Identifikation versus Distanz. In: M Glaab, W. Weidenfeld u. M. Weigl (Hrsg.): Deutsche Kontraste 1990-2010: Politik-Wirtschaft-Gesellschaft-Kultur. Wiesbaden 2010, S. 616-652.

Rückfallprävention für Chronisch Mehrfachgeschädigte Abhängigkeitskranke. Möglichkeiten und Grenzen therapeutischer Beeinflussung kognitiv-emotionaler Ressourcen. Freiburg i.Br. 2010.  Hans-Jürgen Leonhardt u. Kurt Mühler

Warum es sich lohnt, Alltagstheorien zum Strafen ernst zu nehmen. Zur Vermittlung zwischen autoritären Einstellungen und Strafverlangen. Kurt Mühler u. Christian Schmidtke. In: Soziale Probleme. Jg. 23, H. 2, 2012, S. 133-165.

Das Kriminalitätsfurchtparadoxon und geschlechtsspezifische Vulnerabilität. In: Ilse Nagelschmidt, Britta Borrego und Uta Beyer (Hrsg.): Interdisziplinäres Kolloquium zur Geschlechterforschung II. Leipziger Gender-Kritik Bd. 5, Frankfurt a.M., 2014, S.51-72.  

Steigerung der individuellen Prävention gegen Wohnungseinbruch. Projektskizze eines Feldexperiments in Leipzig. Karsten Lauber und Kurt Mühler. In: Kriminalistik. Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis, 2014, H. 12, S. 712-719.

Geschlecht und Kriminalität: Aggressive Männer - sanfte Frauen? In: Ilse Nagelschmidt und Britta Borrego (Hrsg.): Genderkompetenzen. Reihe Leipziger Gender-Kritik, Bd. 6, Frankfurt a.M. 2015, S. 83-115.

Prävention Wohnungseinbruch als kommunales Experiment. Karsten Lauber u. Kurt Mühler. In: Erich Marks u. Wiebke Steffens (Hrsg.): Prävention rechnet sich. Zur Ökonomie der Kriminalprävention. Ausgewählte Beiträge des 20. Deutschen Präventionstages 2015.

Steigerung der individuellen Prävention gegen Wohnungseinbruch. Ergebnisse eines Experiments. Karsten Lauber u. Kurt Mühler. In: Kriminalistik. Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis, 2016, H. 10, S.597-603.

Sicherheit und Prävention in Kleingartenanlagen. Karsten Lauber u. Kurt Mühler. In: Kriminalistik. Unabhängige Zeitschrift für die kriminalistische Wissenschaft und Praxis, 2017, H. 10, S. 609-615.

Ist das Vertrauen in die Institution Polizei eine Folge politischer Orientierungen? Karsten Lauber u. Kurt Mühler. In: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform, 2017, H. 2, S. 87-102.

Das Sicherheitsempfinden - ein eigenständiger sozialer Faktor. In: Alexander Yendell, Gert Pickel u. Karolin Dörner (Hrsg.): Innere Sicherheit in Sachsen. Beiträge zu einer kontroversen Debatte. Leipzig 2017, S. 53-65.

 

Manuskripte/Forschungsberichte

Zur sozialen Struktur von Populationen chronisch mehrfachgeschädigter Abhängigkeitskranker im Regierungsbezirk Leipzig. Arbeitspapier 1 (Februar 1999); (zusammen mit H.-J. Leonhardt

Demographische Merkmale von CMA-Populationen. Arbeitspapier 2 (März 1999) (zusammen mit H.-J. Leonhardt, R. Krause-Döring, K. Schmidt) 

CMA - Zur Definition und Therapie. Arbeitspapier 3 (November 1999) (zusammen mit G. Böttger, F. Härtel, H.-J. Leonhardt)

Zur sozialen Lage der freiberuflichen Künstlerinnen und Künstler im Freistaat Sachsen. Forschungsbericht 2001. (zusammen mit St. H. Wilsdorf)

CMA - Populationsgröße im Freistaat Sachsen. Arbeitspapier 4 (März 2001) der Arbeitsgruppe CMA bei der Gesellschaft gegen Alkohol- und Drogengefahren. (zusammen mit G. Böttger, F. Härtel, H.-J. Leonhardt)

CMA - Populationsgröße im Freistaat Sachsen. Arbeitspapier 5 (Dezember 2002) der Arbeitsgruppe CMA bei der GAD e.V. (zusammen mit G. Böttger, F. Härtel, H.-J. Leonhardt)

CMA - Populationsgröße im Freistaat Sachsen 2000 – 2004. Arbeitspapier 6 (Februar 2005) 
der Arbeitsgruppe CMA bei der GAD e.V. (zusammen mit F. Härtel, H.-J. Leonhardt)

Onlinepublikationen

Möglichkeiten und Grenzen der Sozio-Langzeittherapie bei CMA- Das Beispiel Zeitbewusstsein. Beitrag zum 25. Heidelberger Suchtkongreß vom 18.-20. Juni 2012. (Arbeitspapier 59 des Instituts für Soziologie)

Einstellung zur Videoüberwachung als Habituation.(Arbeitspapier 62 des Instituts für Soziologie)

Der Einfluss von Medienrezeption auf personale und soziale Kriminalitätsfurcht.(Arbeitspapier 65 des Instituts für Soziologie)

Zum Einfluss der Wahrnehmung von Unordnung auf das Sicherheitsempfinden. (Arbeitspapier 68 des Instituts für Soziologie)

Senkt Viktimisierung das Sicherheitsempfinden (nicht)? (Arbeitspapier 69 des Instituts für Soziologie) http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:15-qucosa-219202

Religiosität und häusliche Arbeitsteilung. (Arbeitspapier 70 des Instituts für Soziologie)   ul.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/22192/70_m%C3%BChler.pdf  

Zum Verständnis für Sicherheitsbefragungen. In: Umfrage zur Sicherheit in Leipzig 2016. Ergebnisbericht. Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, 2017, S. 5-8.

Wohnungseinbruchsdiebstahl in Leipzig und Sachsen. In: Umfrage zur Sicherheit in Leipzig 2016. Ergebnisbericht. Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen, 2017, S. 61-69 (zusammen mit Karsten Lauber).                       

 

Vorträge

Struktur und Veränderung einer CMA Population. Beitrag auf dem 19. Kogreß des Fachverbandes Sucht in Heidelberg vom 3. bis 5.Mai 2006, Forum 6.

Normative Erwartungen und regionale Identifikation. Vortrag auf dem Symposium "Regionale Identifikation" vom 16. bis 18. April 2008 im Kloster St. Marienthal.

Bürgerschaftliches Engagement in der Kriminalprävention. Vortrag auf der 28. Sicherheitskonferenz des Kriminalpräventiven Rates der Stadt Leipzig am 21. März 2011.

Raumbezogene Gruppenidentifikation als Bestandteil der sozialen Identität. Vortrag im DACHL-Landeskundeseminar "Identitäten in Bewegung" im Juli 2011 des Herder- Instituts der Universität Leipzig.

Das Sicherheitsempfinden als komplexe Realitätsverarbeitung. Vortrag zur Podiums- diskussion "Gefühlte (Un)Sicherheit - Sind wir in Leipzig noch sicher?" Kreisverband Leipzig von Bündnis90/Die Grünen am 29. November 2011.

Zum Verhältnis von Polizei und Bevölkerung. Vortrag im Workshop "Polizei und Zivilgesellschaft - ein Gegensatz?" der Landtagsfraktion von Bündnis890/Die Grünen am 17. Januar 2012.

Abstinent leben in einer süchtigen Gesellschaft. Vortrag auf dem 21. Sächsischen Treffen zur Suchtprävention am 04. und 5. Mai 2012 in Dresden.

Das Zeitbewusstsein von CMA und Langzeittherapie. Vortrag auf dem 25. Heidelberger Suchtkongress vom 18.-20. Juni 2012. (http://www.sucht.de/519.html)

Das Sicherheitsempfinden - kognitive Zusammenhänge. Vortrag auf der 29. Sicherheitskonferenz des Kriminalpräventiven Rates der Stadt Leipzig am 27. März 2013.

Zum Einfluss der Wahrnehmung von Ordnungsstörungen auf das Sicherheitsempfinden. Beitrag auf der Konferenz Das Versprechen der "sicheren" Stadt am 12. und 13. April 2013 in Berlin. Panel 6

Langjährige Abhängigkeit und Erkennung von Emotionen - Eine Problemannäherung. Fachvortrag auf der Festveranstaltung "20 Jahre Haus am Park" der Vereins zur sozialen Rehabilitation von Abhängigkeitskranken (VRA) e.V. am 13. Juni 2013.

Sicherheitsbefragungen als kommunalpolitisches Instrument. Beitrag zur Sicherheitspolitischen Stunde in der Ratsversammlung der Stadt Leipzig am 16. Oktober 2013. 

Urbane Gewalt - Ursachen und Möglichkeiten ihr entgegenzuwirken. Beitrag zur Aktuellen Stunde im Stadtrat am 20. Januar 2016.

Präventionsreserven gegen Wohnungseinbruch: Kommunale Kooperation und informelle Sozialkontrolle. Karsten Lauber u. Kurt Mühler, Beitrag zum Workshop "Wohnungseinbruch" des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KfN) am 13./14.10.2016.

Wieviel Viktimisierung steckt im Sicherheitsempfinden? Beitrag zum 3. Landespräventionstag Sachsen, 20./21. Oktober 2016 in Leipzig.

Fördernde und hemmende Faktoren individueller Präventionsbereitschaft gegen Wohnungseinbruch. Vortrag auf der 36. Sicherheitskonferenz des Kommunalen Präventionsrates der Stadt Leipzig am 14. November 2016.

Courses

Vorlesung Bachelor | 2 SWS | SS 2017

Sozialisation, Handeln und soziale Ordnung

Sozialisation und Interaktion
11:15 |
HSG HS 2
Seminar Bachelor | 2 SWS | SS 2017

Grundannahmen zur Sozialisation

Sozialisation und Interaktion
11:15 |
NSG 328
Vorlesung Master | 2 SWS | SS 2017

Theorien abweichenden Verhaltens

Andere Bereiche
13:15 |
NSG 326
Seminar Master | 2 SWS | SS 2017

Kriminalpolitik und Kriminalitätswahrnehmung

Andere Bereiche
15:15 |
NSG 326
Seminar Master | 1 SWS | SS16

Kolloquium

Andere Bereiche
15:15 | 14-täglich
steht noch nicht fest
Seminar Bachelor | 2 SWS | SS 2017

Grundannahmen zur Sozialisation

Sozialisation und Interaktion
15:15 |
NSG 328
Seminar Bachelor | 2 SWS | WS 2017/2018

Geschlecht als sozialwissenschaftlicher Gegenstand

Spezielle Soziologie / spezielle Methoden
11:15 |
NSG 326
Seminar Master | 4 SWS | WS 2017/2018

Kriminalitätswahrnehmung

Statistik und Methoden
11:15 |
PC-Pool